Machs ohne ei
Foto: photomakers.org

... denn für Eier sterben Küken – damit sind nicht die Eier selbst gemeint, sondern die männlichen Küken in der Legehennenzucht. Diese können weder Eier legen und so ihren „Zuchtzweck“ erfüllen, noch könnten sie zu Masthähnchen „umfunktioniert“ werden, da sie nicht zum Fleischansatz gezüchtet wurden und daher nicht schnell genug an Masse zunehmen. Da sie also weder für Legehennenzüchter noch für Mäster zu gebrauchen sind, sind sie schlichtweg "übrig" und müssen möglichst kostengünstig „entsorgt“ werden. Das bedeutet für die Küken, dass sie nach dem Schlüpfen zerschreddert, vergast oder auf andere Weise getötet werden. 

Weitere Infos hierzu: www.chick.org.il

 

Du selbst kannst etwas tun! Lebe einfach ohne Ei

 

Auch die Legehennen selbst werden meist nach kurzer Zeit schon geschlachtet, wenn sie nicht mehr die vorgegebene Menge Eier legen. Nach meist nicht viel mehr als einem Jahr Gefangenschaft auf engstem Raum (selbst bei ökologischer Hühnerhaltung leben auf einem Quadratmeter 6 Hühner) werden sie geschlachtet.

Ei kann entweder zum Auflockern oder zum Binden des Endprodukts wichtig sein. Abhängig davon sind die Ersatzprodukte auszusuchen. Solange das Ei keine Hauptzutat bei Backwaren darstellt (aber auch bspw. bei Pfannkuchen), kann 1 Ei auch weggelassen werden.

  • Eiersatz zum Auflockern: Ei-Ersazprodukte (z.B. No Egg): gibt es u.a. im Reformhaus/Bioladen/Online-Veganversand.
  • Gut für Bisquitteig: 1 Ei = 2EL Speisestärke + 2EL Wasser + 1 TL Backpulver 1 Ei = 2EL Mehl + 1EL Backpulver + 2EL Öl + 2EL Wasser miteinander mixen
  • Eiersatz zum Binden: 1 Ei = 2EL Sojamehl + 2 EL Wasser Soll nur 1 Eigelb durch Sojamehl ersetzt werden, nimmt man 1EL Sojamehl + 2EL Wasser 1 Ei = ¼ Tasse Apfelmus + 1TL Öl.
  • Beispiel für Muffins: 1 Ei = ½ - 1 zerdrückte reife Banane, vor allem gut für das Zubereiten von süßem Gebäck geeignet 1 Ei = 1EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser zu einer geschmeidigen Masse verrühren, vor allem geeigent für das Zubereiten von herzhaften Backwaren Binden von Bratlingen o.ä.: Hierzu eignen sich bestens Semmelbrösel, Weizenmehl, Sojamehl, Pfeilwurzelmehl, Kichererbsenmehl.
  • Binden von Saucen und Süßspeisen: Mehl, Stärkemehl, Pfeilwurzelmehl oder Johannisbrotkernmehl. Dazu zum Beispiel 1TL in etwas Wasser oder Sojamilch verrühren und zur Sauce hinzugeben, unterrühren (an die Menge des Endprodukts anpassen, je nach gewünschter Konsistenz).
  • Ei-Ersatz in deftigen Speisen: Avocado, z.B. für Mayonnaise, Aufstrich, Brotbelag 1 Ei = 75ml Kürbispüree 1 Ei = 75ml pürierter Tofu
  • Panieren: Sojamehl oder Kichererbsenmehl mit etwas Kurkuma (für gelbe Farbe) und wahlweise weiteren Gewürzen mit Wasser mischen oder 1 EL Mehl + 2 EL Wasser (an gewünschte Menge des Endprodukts anpassen)
  • Geschmacksersatz für Eigelb: "Mandelmus Rührei" gebratener Tofu
  • Bestreichen von Teig: Sojasahne oder Mischung aus 1EL Sojamilch + 1 EL Öl Zu trockener Teig beim Backen? Sojasahne, Wasser, Tomatenmark oder Gemüsepüree hinzufügen! ...

Essen ist nicht alles: Wenn man sich erst einmal an das Thema Veganismus herangetastet hat, wird schnell klar, dass es noch viele weitere Bereiche gibt, die die Möglichkeit bieten, verantwortungsbewusster zu leben. Brauchen wir wirklich die Lederjacke, die Ledertasche oder Kosmetik, die an Tieren getestet wurde? Bewusster Nahrungsmittel zu kaufen kann darin münden, auch bei allen anderen Einkäufen darüber nachzudenken, wo und wie etwas produziert wurde, ob es wirklich gebraucht wird oder es ersetzt werden kann durch etwas, das ohne Leid von Lebewesen produziert wurde.

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